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	<title>Rein in die Natur &#187; &#187; Kurse</title>
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		<title>4. Tag “zertifizierter Fachberater für Selbstversorgung aus der Natur” &#8211; Deo ohne Zusatzstoffe</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 08:52:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Julia]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurse]]></category>
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		<description><![CDATA[Bereits am 9. Juli, dem vierten Seminartag der Reihe, ging es um &#8220;Sommerliches Wildgemüse&#8221;. Hierbei konzentrierten wir uns auf den weißen Gänsefuß (auch Melde oder Baumspinat genannt), die Gänsedistel und den Wiesen-Bärenklau. Vorab erklärte Frau Ursula Gieringer die einfache Herstellung eines auf Essig basierenden Deodorants ohne chemische Zusatzstoffe. Der offizielle Teil der Veranstaltung wurde dann &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://jiggi.de/?p=1120">Continue reading &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bereits am 9. Juli, dem vierten Seminartag der Reihe, ging es um &#8220;Sommerliches Wildgemüse&#8221;. Hierbei konzentrierten wir uns auf den weißen Gänsefuß (auch Melde oder Baumspinat genannt), die Gänsedistel und den Wiesen-Bärenklau. Vorab erklärte Frau Ursula Gieringer die einfache Herstellung eines auf Essig basierenden Deodorants ohne chemische Zusatzstoffe.</strong></p>
<p><iframe width="620" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/CG3SuekA5Ec?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><span id="more-1120"></span></p>
<p><img title="Weiterlesen..." src="http://rasendereporterin.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>Der offizielle Teil der Veranstaltung wurde dann von Gert Dorschner, dem Ärztlichen Leiter der Akademie für Gesundheitsmedizin und seiner Mutter, Marlies &#8220;Mama&#8221; Dorschner, eröffnet. Frau Dorschner hatte sehr leckeren Holunderblütensirup samt Rezept im Gepäck und erklärte anschließend, wie sie Ringelblumensalbe und Johanniskrautöl selbst herstellt. Danach war wie gewohnt Dr. Markus Strauss an der Reihe, den Teilnehmern die genannten Pflanzen erst in der Theorie, später beim Sammeln auf der Wiese näher zu bringen. Die <a title="http://iknews.de/2012/07/06/schatze-der-natur-gansedistel/" href="http://iknews.de/2012/07/06/schatze-der-natur-gansedistel/" target="_blank">Gänsedistel</a> wurde in selbstgemachtem Kartoffelbrei verarbeitet, der weiße Gänsefuß wurde mit Zwiebeln und Knoblauch sowie etwas Erdnuss- und Sojasoße pikant gewürzt und als Spinatgemüse dazu gereicht &#8211; beides schmackhaft wie immer. Vom <a title="http://iknews.de/2012/07/13/schatze-der-natur-wiesen-barenklau/" href="http://iknews.de/2012/07/13/schatze-der-natur-wiesen-barenklau/" target="_blank">Wiesen-Bärenklau</a> dienten mir die zum Knabbern gereichten Stängel aber lediglich dazu, an den leckeren Paprikadip ranzukommen, ansonsten waren sie sehr faserig, zäh und bitter. Auch manch Anderer griff lieber zu dem Glas mit Salzstangen, um damit weiter den Dip zu genießen. Zum Schluß gabs noch eine Extra-Lektion über <a title="http://iknews.de/2012/06/22/schatze-der-natur-wie-vorrate-anlegen/" href="http://iknews.de/2012/06/22/schatze-der-natur-wie-vorrate-anlegen/" target="_blank">Vorratshaltung</a>, bevor der Kurs den restlichen Juli und August erstmal in die Sommerpause ging.</p>
<p>Neben <a title="http://iknews.de/2012/07/01/3-tag-der-ausbildung-zum-zertifizierten-fachberater-fur-selbstversorgung-aus-der-natur/" href="http://iknews.de/2012/07/01/3-tag-der-ausbildung-zum-zertifizierten-fachberater-fur-selbstversorgung-aus-der-natur/" target="_blank">fluorfreier Zahnpflege</a> empfinde ich das Benutzen eines Deodorants ohne Aluminiumsalze als einen der wichtigsten Schritte weg von der freiwilligen, oft unbewussten täglichen Selbstvergiftung des Körpers. Gerade über die Schleimhäute im Mund und eben auch die empfindliche Hauptpartie der Achselhöhle ist die Aufnahmefähigkeit für schädliche Stoffe erhöht. Kleinere, durchs Rasieren entstandene, Verletzungen der Achselhöhlen verstärken diesen Effekt. Ob die dauerhafte Aufnahme von Aluminiumsalzen über die vielen Lymphknoten in der Achsel tatsächlich zu erhöhtem Brustkrebs- und Alzheimerrisiko führen, wie vielfach geschrieben und natürlich auch wieder dementiert, kann ich nicht sagen. Jedoch kann ich mir dies sehr gut vorstellen und da die Möglichkeit existiert, ein vermeintlich erhöhtes Risiko zu umgehen und auf Chemie zu verzichten, tue ich es!</p>
<p>Jedenfalls ist inzwischen so viel über die möglichen Risiken der verschiedenen aluminiumhaltigen Zusammensetzungen von Deos publiziert worden, dass einige Hersteller jetzt auch Produkte anbieten, die keine solchen Verbindungen enthalten.  Aber Achtung: In vielen Fällen, gerade bei den üblichen Massenproduzenten, die gerade auf den &#8220;Ökodeo-Zug&#8221; aufgesprungen sind, ist natürlich trotzdem allerlei andere Chemie enthalten. Vor ein paar Jahren war es noch sehr schwierig derartige Produkte zu finden, u. a. gab es aber bereits das &#8220;Citrus Deodorant&#8221; einer bekannten deutschen Naturkosmetikfirma, welches ich selbst seit langem benutze.</p>
<p>Ich hoffe, diejenigen, die hier noch keine Alternative für sich gefunden oder dies immer wieder aus Gewohnheit verschoben haben, machen sich auf die Suche nach dem eigens favorisierten Deo ohne Chemie!</p>
<p>Hier nochmal die Zutaten für das Essigdeo zum Selbstmachen in Schriftform: 30ml Apfelessig, 95ml (destilliertes) Wasser oder Rosenwasser, Salbeiöl oder nach Wunsch andere ätherische Öle. Persönlich benutze ich Apfelessig übrigens lieber als Haarspülung, das funktioniert super und ist außerdem eine sehr günstige Alternative.</p>
<p>Der nächste Seminartermin nach der Sommerpause findet am 10. September statt. Dann geht es um Wildobst, genauer um Holunder, Sanddorn, Hagebutte und Co.</p>
<p>Bis dahin noch schöne Sommertage!</p>
<p><a title="http://www.rasendeReporterin.de" href="http://www.rasendeReporterin.de" target="_blank">Julia Jentsch</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>3. Tag der Ausbildung zum “zertifizierten Fachberater für Selbstversorgung aus der Natur”</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jul 2012 16:36:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Julia]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurse]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversorgung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag wurde für iknews.de erstellt. „Frühlingskräuter und Blüten-Teil II“ hieß das Thema am 11. Juni 2012, dem dritten Seminartag des Kurses von Dr. Markus Strauss. Zunächst beschäftigten wir uns im Pflanzenporträt nochmals ausführlich mit dem, auch aktuell noch blühenden Giersch, seinen Erkennungsmerkmalen und möglichen Verwechslungsgefahren mit der Hundspetersilie und dem Schierling. Die offizielle Veranstaltung &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://jiggi.de/?p=1099">Continue reading &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Beitrag wurde für <a title="http://www.iknews.de" href="http://www.iknews.de" target="_blank">iknews.de</a> erstellt.</em></p>
<p><strong>„Frühlingskräuter und Blüten-Teil II“ hieß das Thema am 11. Juni 2012, dem dritten Seminartag des Kurses von <a title="http://www.dr-m-strauss.de/" href="http://www.dr-m-strauss.de/" target="_blank">Dr. Markus Strauss</a>. Zunächst beschäftigten wir uns im Pflanzenporträt nochmals ausführlich mit dem, auch aktuell noch blühenden Giersch, seinen Erkennungsmerkmalen und möglichen Verwechslungsgefahren mit der Hundspetersilie und dem Schierling. Die offizielle Veranstaltung eröffnete Ursula Gieringer mit dem phytotherapeutischen Teil und sprach diesmal über alternative Mundhygiene. Die Herstellung eines Mundwassers wurde demonstriert und jeder Teilnehmer konnte seine &#8220;Schlämmkreide&#8221; nach Belieben mit pulvrig zerkleinertem Salbei, Thymian und/oder Pfefferminze mischen, um diese Zuhause auszuprobieren. Im Anschluss wurden die weiße Taubnessel, die Knoblauchrauke und die Vogelmiere von Dr. Strauss im theoretischen Teil behandelt. Natürlich wurde danach wieder fleißig gesammelt, zubereitet und probiert.</strong></p>
<p><iframe width="620" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/xTT8sbyvGJ0?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><span id="more-1099"></span></p>
<p><img title="Weiterlesen..." src="http://rasendereporterin.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" />Angesichts der Inhaltsstoffe von herkömmlichen „Zahnpflegeartikeln“, wie Zahnpasta, Mundwasser oder auch Zahnseide ist alternative Mundhygiene ein wichtiges Thema.</p>
<p>Tagtäglich kommen unsere empfindlichen Mundschleimhäute mit diesen Produkten in Berührung, teilweise werden sie sogar verschluckt. Die „namhaften“ Produkte in den Konsumketten sind allesamt von amerikanischen Großkonzernen hergestellt und vor allem mit zumindest einem gleichen Zusatzstoff ausgestattet: <strong>Fluor!</strong> Auf den Packungen wird dies auch stets mit Hinweis auf die zahnhärtende Wirkung des Abfallprodukts der chemischen Industrie beworben. Jedoch sind neben verschiedenen Publikationen in Buchform, auch im Internet sehr viele Informationen über die eklatanten gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen einer Dauer- und Überfluoridierung des menschlichen Körpers erhältlich. Dem beworbenen eigentlich positiven Effekt einer Zahnhärtung steht zudem entgegen, dass die Zähne gleichzeitig verspröden. Diejenigen, die sich vielleicht noch nicht mit dieser Thematik beschäftigt haben, finden schon bei Eingabe des Suchwortes „Fluor“ Entsprechendes, <a title="http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fluorid.html" href="http://www.zentrum-der-gesundheit.de/fluorid.html" target="_blank">hier</a> gibt es einen kurzen Überblick.</p>
<p>In Sachen alternativer Zahnpflegeprodukte habe ich selbst eine kleine Odyssee hinter mir: In Reformhäusern, in Bioläden und selbstverständlich im Netz gibt es die entsprechenden Produkte, die gegenteilig ebenso groß bewerben, KEIN Fluor zu beinhalten. Das fand ich an sich schon bemerkenswert. Zunächst habe ich also eine der Salzzahnpasten probiert, für mich war das aber keine dauerhafte Lösung. Der Geschmack und das fehlende Schäumen sowie das mangelnde Erfrischungsgefühl sprachen eindeutig dagegen. Auch die Teebaumölvarianten waren nichts. Dann entdeckte ich die damals brandneue „Biorepair“ und war wieder zufrieden, eine gewöhnliche Zahncreme ohne Fluor benutzen zu können, auch wenn das Zeug ca. 5,- € die Tube kostete. In meiner Wahrnehmung total beschränkt auf Fluor fixiert, sind mir dabei die enthaltenen Nanopartikel, die „kleine Defekte reparieren“ sollen, zunächst nicht aufgefallen! Natürlich hatte ich auch keine Lust auf Nanopartikel in meiner Zahncreme, daher bin ich seitdem Benutzerin von „Ajona Zahncremekonzentrat“ in der kleinen roten Tube. Dieses Produkt wird unverändert seit den 50er Jahren in Deutschland produziert und ist auch im Bad von Dr. Strauss zu finden.</p>
<p>Bei meinen damaligen Recherchen bin ich auch auf die sogenannte „Schlämmkreide“(eigentlich sog. gefällte Kreide), einem Pulver aus Calciumcarbonat, welches auch in herkömmlichen Zahncremes als Scheuermittel Verwendung findet, gestoßen. Das Pulver aus Calciumcarbonat enthält jedoch keine scharfen Schleifpartikel, die in der eigentlichen Schlämmkreide sonst enthalten sind. Da ich dieses Produkt aber bisher noch nie wirklich ausprobiert hatte, freute ich mich diesmal besonders auf das Ausprobieren meines kleines Gläschens Schlämmkreide, die mit ca. zwei TL pulverisierten Salbei und einem TL Thymian vermischt war. Vom Ergebnis bin ich immer noch begeistert. Zwar kann die Schlämmkreide, zumindest für mich persönlich, keine Zahncreme ersetzen, durch die Kräuter hat das Pulver aber einen angenehm frischen Geschmack. Die Reinigung empfand ich wie ein angenehmes Zahnpeeling für zwischendurch, auf den gewohnten Schaum muss man hierbei natürlich verzichten, da keinerlei Tenside vorhanden sind. Wichtig zu beachten ist, das Pulver nicht mit der nassen Zahnbürste zu verklumpen, dann hält es ca. 1 Jahr.</p>
<p>Zur außerdem besprochenen <a title="http://iknews.de/2012/05/18/schatze-der-natur-knoblauchsrauke/" href="http://iknews.de/2012/05/18/schatze-der-natur-knoblauchsrauke/" target="_blank">Knoblauchrauke</a>, der <a title="http://iknews.de/2012/04/20/schatze-der-natur-xxvii-weise-taubnessel/" href="http://iknews.de/2012/04/20/schatze-der-natur-xxvii-weise-taubnessel/" target="_blank">weißen Taubnessel</a> und der <a title="http://iknews.de/2012/06/29/schatze-der-natur-vogelmiere/" href="http://iknews.de/2012/06/29/schatze-der-natur-vogelmiere/" target="_blank">Vogelmiere </a>sind im jeweiligen Pflanzenportrait noch weitere Informationen und Rezepte vorhanden.</p>
<p>Der liebe Giersch wurde hier schon mehrfach angesprochen und erläutert, u.a. auch in dem <a title="http://www.youtube.com/watch?v=utq-XKuVVGs&amp;feature=relmfu" href="http://www.youtube.com/watch?v=utq-XKuVVGs&amp;feature=relmfu" target="_blank">Video</a> „Schätze der Natur -Sammeln und Erkennen I“. Nicht oft genug kann auf seine Vorzüge hingewiesen werden!</p>
<p>Das Gierschgemüse mit Naturreis (Rezept <a title="http://iknews.de/2011/08/26/schatze-der-natur-i-giersch/" href="http://iknews.de/2011/08/26/schatze-der-natur-i-giersch/" target="_blank">hier</a>)  war neben dem obligatorischen Wildkräutersalat auch wieder sehr lecker. Das zuletzt gereichte Wildkräuter-Gazpacho aus Gurke, Knoblauch und einem Wildkräutermix war dann aber doch nur für hartgesottene Liebhaber geeignet!</p>
<p>Das nächste Mal wird sich alles um „Sommerliches Wildgemüse“ drehen.</p>
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		<item>
		<title>2. Tag der Ausbildung zum “zertifizierten Fachberater für Selbstversorgung aus der Natur”</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jun 2012 14:17:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Julia]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurse]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversorgung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag wurde für iknews.de erstellt. Der zweite Seminartag des Kurses von Dr. Markus Strauß fand am 7. Mai 2012 wieder auf dem Kohlhof in Heidelberg statt. „Frühlingskräuter und Blüten-Teil I“ stand diesmal auf dem Tagesprogramm. Hierbei wurden Bärlauch, Löwenzahn, Brennnessel, Buchenlaub und Giersch im theoretischen Teil vertieft behandelt. Außerdem führte die gelernte Apothekerin Ursula &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://jiggi.de/?p=1093">Continue reading &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Beitrag wurde für <a title="http://www.iknews.de" href="http://www.iknews.de" target="_blank">iknews.de</a> erstellt.</em></p>
<p><strong>Der zweite Seminartag des Kurses von <a title="http://www.dr-m-strauss.de/" href="http://www.dr-m-strauss.de/" target="_blank">Dr. Markus Strauß</a> fand am 7. Mai 2012 wieder auf dem Kohlhof in Heidelberg statt. „Frühlingskräuter und Blüten-Teil I“ stand diesmal auf dem Tagesprogramm. Hierbei wurden Bärlauch, Löwenzahn, Brennnessel, Buchenlaub und Giersch im theoretischen Teil vertieft behandelt. Außerdem führte die gelernte Apothekerin Ursula Gieringer den Teilnehmern die Herstellung eines Brennnessel-Haarwassers und eines Haaröls aus Birke, Brennnessel und Rosmarin vor. <strong>Später gab es ein reichhaltiges Menü aus den zuvor von den Teilnehmern gesammelten Wildpflanzen. </strong>Zunächst aßen wir eine Brennnessel-Suppe, danach einen Löwenzahn-Kartoffelsalat und einen Wildpflanzensalat aus über 20 Zutaten, dazu wurde selbstgemachter Bärlauchaufstrich und Brot gereicht. Den Abschluss bildete ein Smoothie aus Äpfeln, Banane und frischer Brennnessel. Einfach köstlich!</strong></p>
<p><iframe width="620" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/lIr8sgcfe3A?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><span id="more-1093"></span></p>
<p><img title="Weiterlesen..." src="http://rasendereporterin.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></p>
<p>Bevor die restlichen Seminarteilnehmer anreisten, erklärte Dr. Markus Strauß uns an den jeweiligen Wuchsstandorten kompakt einige Erkennungsmerkmale und Vorzüge des <a title="http://iknews.de/2011/09/09/schatze-der-natur-iii-buche/" href="http://iknews.de/2011/09/09/schatze-der-natur-iii-buche/" target="_blank">Buchenlaubs</a>, der Brennnessel und der Sommerlinde.</p>
<p>Wie im <a title="http://rasendereporterin.de/?p=388#more-388" href="http://rasendereporterin.de/?p=388#more-388" target="_blank">ersten Teil dieser Serie</a> bereits beschrieben, ist der fein nussige Geschmack der jungen Sommerlindenblätter nur zu empfehlen. Die jungen, weichen Blätter können entweder roh als Salat oder auch als gekochtes Gemüse, mit einer kurzen Garzeit von ca. fünf Minuten, zubereitet werden.</p>
<p>Mitte Juni bis Ende Juli können dann die Lindenblüten für den berühmten, wirkstoffreichen Lindenblütentee oder für ein Blütenbad, das gegen Nervosität und Stress helfen soll, zum Trocknen gesammelt werden. Aus den frischen Blüten kann auch Limonade hergestellt werden oder man wartet bis zum September, um aus den kleinen Lindennüssen ein Speiseöl selbst zu pressen. Hierzu werden ca. 6-8 kg der Lindennüsse für einen Liter Öl und eine Ölpresse benötigt. Leichter ist es, früher im Jahr, die noch grünen Lindennüsse zu sammeln und als Kapern in Essigwasser zu konservieren. Dazu den Essig mit den kleinen Nüssen und etwas Salz und Zucker kurz aufkochen und in sterile Gläser abfüllen. Hierbei ist darauf zu achten, dass die Lindenüsschen von der Flüssigkeit bedeckt werden. Die Gläser anschließend kühl und dunkel lagern.</p>
<p><strong>Natürlich durfte hier auch die Brennnessel als „Königin des Wildgemüses“ nicht fehlen. Sie hat in den letzten Jahren im Rahmen des <a title="http://www.youtube.com/watch?v=KqJzE9E6Nak" href="http://www.youtube.com/watch?v=KqJzE9E6Nak" target="_blank">„Brennnesselkriegs“</a> in Frankreich in ihrer Funktion als hervorragendes Pflanzendüngemittel vor allem im Internet traurige Berühmtheit erlangt. Im Jahre 2006 wurde hier ein Gesetz erlassen, welches sowohl die Anwendung von selbst hergestellter Brennnesseljauche unter hoher Strafandrohung verbietet, als auch die Weitergabe von Informationen zur Herstellung dieser! Der jaucherührende Hobbygärtner als Schwerverbrecher? Das ist einer der vielen unbemerkten grausigen Auswüchse des Agrarlobbyismus, der jegliche Reste von Ernährungssouveränität in der Bevölkerung auszumerzen sucht. Wehret den Anfängen!</strong></p>
<p>Nicht nur als Pflanzennahrung und zur Schädlings- und Krankheitsabwehr in Form von Jauche oder Brühe eignet sich die Brennnessel hervorragend! Auch für den Menschen sind sowohl ihre breitgefächerte Heilwirkung, als auch der Nährstoffgehalt enorm, gut zubereitet schmecken ihre Blätter auch richtig lecker. Weiterhin glänzt Frau Königin auch beinahe durch den ganzen Jahreslauf mit Anwesenheit…</p>
<p>Zum offiziellen Beginn des Kurstages zeigte Frau Gieringer nun die einfache Herstellung von Brennnessel-Haarwasser aus einem Alkoholauszug, welches das Haar kräftigt und das Wachstum anregt. Hierzu benötigt man zumindest angetrocknete Brennnesselblätter, sie sollten also keinen zu hohen Wassergehalt mehr aufweisen und sehr hochprozentigen Alkohol, ein dunkles Aufbewahrungsglas und etwas Zeit. Die Blätter der Brennnessel werden in den Alkohol gelegt, das Glas anschließend ca. zwei Wochen warm in der Sonne auf dem Fensterbrett stehen gelassen. Der entstandene Brennnesselauszug wird danach durch ein Baumwoll- oder Leintuch abgeseiht und ist nun mindestens 4-6 Wochen haltbar. Diese „Urtinkur“ muss jetzt zum jeweiligen Gebrauch noch mit Wasser auf einen Alkoholgehalt von ca. 5% verdünnt werden. Hier wurde ein 70%iger Alkohol verwand, für eine Portion unter Verwendung von 10 ml „Urtinktur“ müsste man in diesem Fall also ungefähr 130 ml Wasser hinzufügen, um eine gebrauchsfertige 5%ige Haarwassermischung zu erhalten. Diese fertige Haarwassermischung ist nur ca. ein bis zwei Wochen haltbar und reicht für mehrere Anwendungen. Sie wird als Pflegespülung nach dem Waschen auf die Kopfhaut und ins feuchte Haar einmassiert, ein Ausspülen ist nicht notwendig.</p>
<p>Häufig wird auch ein, mit einem Auszug in Apfelessig etwas günstiger herzustellendes Brennnesselhaarwasser empfohlen, da Apfelessig an sich schon wie eine Haarspülung und gegen Kopfhautjucken wirkt. Übrigens soll das Essen von Brennnesselsamen auch gegen Haarausfall wirken.</p>
<p>Als nächstes wurde die Herstellung eines Haaröls aus <a title="http://iknews.de/2012/04/06/schatze-der-natur-xxv-birken/" href="http://iknews.de/2012/04/06/schatze-der-natur-xxv-birken/" target="_blank">Birke</a>, Brennnessel und Rosmarin erläutert. Hierbei werden die entsprechenden Kräuter anstatt in Alkohol einfach in das bevorzugte Öl eingelegt. Hier wurde Olivenöl benutzt, da es recht gut einzieht und sich auch angenehm auf der Haut verteilen lässt. Dieses Gemisch wird wiederum zwei Wochen warm stehen gelassen und danach abgeseiht. Haaröl ist besonders bei trockener oder juckender Kopfhaut und Schuppen zu empfehlen. Brennnessel und Rosmarin regen die Durchblutung der Kopfhaut an und ihr wird gleichzeitig Feuchtigkeit zugeführt. Birkenwasser ist landläufig als Haarpflegemittel, auch gegen Haarausfall bekannt. Das Haaröl wird nach der gewünschten Einwirkdauer ausgewaschen.</p>
<p>Nach dieser praktischen Anleitung begann Dr. Markus Strauß mit dem theoretischen Teil. Bis auf die Buche, deren Laub nur eine sehr kurze Sammelzeit von ca. zwei Wochen erlaubt, bevor es eher zur pflanzlichen Notnahrung zu zählen ist, wurden die an diesem Tag behandelten Pflanzen auch schon am ersten Seminartag angesprochen. Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen sieht es das Konzept der Seminarreihe vor, die jeweils erläuterten Pflanzen im Jahreslauf immer wieder zu betrachten, um die Veränderung der Pflanzen wahrnehmen zu können. So sind die Wildpflanzen jederzeit sicher zu bestimmen und langfristig einzuprägen. Außerdem werden jahreszeitenabhängig die verschiedenen Teile der gleichen Pflanze interessant. Meist zunächst die Triebe und Blätter, danach die Früchte oder Samen, später die Wurzeln.</p>
<p>Im Anschluss sammelten die Teilnehmer in Kleingruppen die Zutaten für das abschließende Wildkräutermenü. Es schmeckte allen sehr gut, obwohl so mancher Teilnehmer den reinen Wildkräutersalat noch als etwas bitter empfand. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Gewöhnungseffekt hier jedoch sehr schnell eintritt. Mir persönlich schmeckte der Salat am besten. Auch die Brennnesselsuppe, die ich sonst nur klein püriert kannte, war etwas großblättriger sehr schmackhaft.</p>
<p>Das genaue Rezept für die bereitete Brennnesselsuppe und weitere Informationen zur Königin der Wildkräuter sind <a title="http://iknews.de/2011/09/16/schatze-der-natur-iv-brennnessel" href="http://iknews.de/2011/09/16/schatze-der-natur-iv-brennnessel" target="_blank">hier</a> nachzulesen.</p>
<p>Guten Appetit und viel Spass in der Natur!</p>
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		<title>Bericht vom ersten Tag der Ausbildung zum &#8220;zertifizierten Fachberater für Selbstversorgung aus der Natur&#8221;</title>
		<link>http://jiggi.de/?p=1087</link>
		<comments>http://jiggi.de/?p=1087#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 16:03:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Julia]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurse]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstversorgung]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieser Beitrag wurde für iknews.de erstellt. Am 16. April 2012  fand die erste Veranstaltung der siebenteiligen Seminarreihe zum „zertifizierten Fachberater für Selbstversorgung aus der Natur“ in Heidelberg statt. Das Thema des Tages lautete: “Angewandte Phytotherapie – Herstellung von Heilmitteln und Körperpflegeprodukten”. Insgesamt 20 Teilnehmer hatten sich eingefunden, um an diesem Tag vor allem den Ausführungen &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="http://jiggi.de/?p=1087">Continue reading &#187;</a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Beitrag wurde für iknews.de erstellt.</em></p>
<p><strong>Am 16. April 2012  fand die erste Veranstaltung der siebenteiligen Seminarreihe zum „zertifizierten Fachberater für Selbstversorgung aus der Natur“ in Heidelberg statt. Das Thema des Tages lautete: “Angewandte Phytotherapie – Herstellung von Heilmitteln und Körperpflegeprodukten”. Insgesamt 20 Teilnehmer hatten sich eingefunden, um an diesem Tag vor allem den Ausführungen der gelernten Apothekerin Frau Ursula Gieringer zu lauschen. Zunächst sprach der Kursleiter <a href="http://www.dr-m-strauss.de/" target="_blank">Dr. Markus Strauß</a> darüber, warum es sinnvoll ist, sich wieder auf ursprüngliches Wissen zu konzentrieren, weshalb es bis zum heutigen Tage beinahe verloren gegangen wäre und warum es für die Autarkie der Menschen so wichtig war und auch heute noch ist. Dies gilt sowohl für die Kenntnis über die Verwendung von Wildpflanzen zur Ernährung, aber eben auch um die medizinische Nutzung von Heilpflanzen. Danach war Frau Gieringer an der Reihe, den Teilnehmern einen kurzen Überblick über die Wirkungsweise von Phytopharmaka, die Geschichte der Phytotherapie sowie wichtiger Pflanzeninhaltsstoffe zu vermitteln.</strong></p>
<p><iframe width="620" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/SWwPGcVjN6s?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong><span id="more-1087"></span><img title="Weiterlesen..." src="http://rasendereporterin.de/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /></strong></p>
<p>Die Pflanzenheilkunde, also die Lehre von der Nutzung von Heilpflanzen als Medikamente zur Vorbeugung oder Linderung von Erkrankungen,  ist die älteste weltweit verbreitete Heilkunst. Die Pflanzenwirkstoffe finden hierbei in den unterschiedlichsten Darreichungsformen wie beispielsweise als Tee, Salben, Tinkturen, Kapseln oder Öl Verwendung.</p>
<p>Zwar bilden auch in der Schulmedizin Heilpflanzen für ca. 50 % der Arzneimittel die Grundlage, jedoch wird hier meist der jeweilige Wirkstoff isoliert oder aber sogar künstlich nachgebaut.</p>
<p>Die  in der Phytotherapie genutzten, ausschließlich aus Pflanzen hergestellten Medikamente werden demgegenüber aus ganzen Pflanzen oder Pflanzenteilen, wie der Wurzel, den Blättern, Samen oder Blüten hergestellt. Denn die klassische Pflanzenheilkunde folgt der Ansicht, dass nicht nur durch den Wirkstoff allein, sondern vor allem durch das Zusammenspiel mit den anderen in der jeweiligen Pflanze enthaltenen Hilfs- und Begleitstoffen, überhaupt die gewollte Wirksamkeit entfaltet und dem menschlichen Körper bioverfügbar bereitstellt werden kann. Die sogenannten Phytopharmaka bestehen häufig auch aus mehreren pflanzlichen Wirkstoffen, wobei durch die vorgenannte Verarbeitung jeder Wirkstoff selbst bereits ein Gemisch aus den verschiedenen Pflanzeninhaltsstoffen ist.</p>
<p>Die hier gelehrte klassische Phytotherapie, die sich nicht auf wissenschaftliche Beweise von Forschungslabors stützt, sondern auf die jahrtausendealte geschichtlich belegte Wirksamkeit der Anwendungen, ist von der sogenannten rationalen Phytotherapie zu unterscheiden. In der rationalen Pflanzenheilkunde steht die Reproduzierbarkeit der Wirkung eines Arzneimittels für jeden Patienten mit den gleichen Symptomen und Diagnose im Vordergrund. Dies ist jedoch aufgrund der Individualität jedes Menschen nicht unbedingt zu gewährleisten, da jeder Körper hierauf verschieden reagieren kann. Zwar sind unerwünschte Nebenwirkungen bei den rein pflanzlichen Produkten seltener und weniger ausgeprägt, aber durchaus möglich. In jedem Fall ist auf die Qualität und den Herstellungsprozess der Arznei zu achten.</p>
<p>In diesem Zusammenhang wies Frau Gieringer im Kurs darauf hin, dass die sogenannten Anthrachionen, also Abführdrogen, eine Ausnahme zu der Regel bilden, dass Phytopharmaka grundsätzlich verträglicher als synthetische Medizin sind. Sie rät hier ausdrücklich von der Nutzung pflanzlicher Abführmittel, wie beispielsweise Sennesblättern oder dem Schwedenbitter nach Maria Treben ab.</p>
<p>Auch darauf, dass Kampfer und Menthol wegen der enthaltenen starken ätherischen Öle nicht für Kleinkinder geeignet sind, und stattdessen Zitronenöle verwendet werden sollten, wurden wir hingewiesen.</p>
<p>Weiter gab Frau Gieringer praktische Hinweise zur Verwendung von durchblutungsförderndem Johanniskrautöl bei Sonnenbrand und Narben, sowie Rizinusöl (Christpalmöl) und Mandelöl gegen Altersflecken.</p>
<p>Sie erklärte, dass die Bitterstoffe in den Pflanzen grundsätzlich verdauungsanregend, Eiweiße entzündungshemmend und Gerbstoffe adstringierend, also zusammenziehend, sowie leicht stopfend wirken.</p>
<p>Auch die hervorragende Wirksamkeit von <a href="http://iknews.de/2012/03/02/schatze-der-natur-xx-thymian/ " target="_blank">Thymian</a> als Schleimlöser bei Husten wurde besprochen und eindringlich darauf hingewiesen, dass es zur Gesundung ebenso dazugehört wirklich viel Wasser zu trinken. Auch wenn dies die meisten Menschen eigentlich wissen, wird diesem Faktor oft nicht genug Rechnung getragen.</p>
<p><strong>Wichtig fand ich den allgemeinen Hinweis zur Teezubereitung: Um die sehr flüchtigen ätherischen Öle im Tee zu behalten, sollte dieser nach dem Überschütten mit heißem oder kochendem Wasser schnell zugedeckt werden. Beim Wegnehmen der Abdeckung ist dann dringend darauf zu achten, die kondensierten Tröpfchen wieder in den Tee zurücktropfen zu lassen, denn hier befinden sich die wirksamen Öle, die sonst verlorengehen.</strong></p>
<p>Im Anschluss führte uns Dr. Markus Strauß eine kleine Runde über den Kohlhof, um uns kurze Informationen über die frühen wichtigen Pflanzen zu geben und diese vorzustellen.  Denn diese werden beim nächsten Seminartermin im Mai in dieser Form nicht mehr zu finden oder zu gebrauchen sein. Hierzu gehörten u.a. der Huflattich, junge Spitzahorntriebe, das Scharbockskraut, ganz junger Giersch sowie junge Lindenblätter.</p>
<p>Huflattich wurde inzwischen aufgrund des ArzneimittelG in medizinischen Präparaten durch den weniger wirkträchtigen Spitzwegerich ersetzt. Beim Huflattich handelt es sich um eine hochwirksame Heilpflanze gegen trockenen Reizhusten oder allgemeinen Reizungen des Mund- und Rachenraums. Auch in der Küche finden die jungen Blätter und Blütenknospen auf Brot oder im Salat Verwendung.</p>
<p>Als nächstes probierten wir junge Spitzahorntriebe, die zu dieser Zeit als Zweikeimblättrige überall unter den Bäumen des <a href="http://iknews.de/2012/03/23/schatze-der-natur-xxiii-der-spitz-ahorn/" target="_blank">Spitzahorns</a> zu finden sind &#8211; lecker!</p>
<p>Wichtig beim <a href="http://iknews.de/2012/03/10/schatze-der-natur-xxi-scharbockskraut/" target="_blank">Scharbockskraut</a>, dem ersten Frühlingsanzeiger, ist es darauf zu achten, dass dieses noch keine der schönen kleinen gelben Blüten ausgebildet hat, denn ab diesem Moment entwickelt das Scharbockskraut giftige Alkaloide und ist nicht mehr genießbar.</p>
<p>Weiter probierten wir auf unserem Rundgang ganz jungen <a href="http://iknews.de/2011/08/26/schatze-der-natur-i-giersch/" target="_blank">Giersch</a>, sowie junge Lindenblätter. Die frischen, milden Lindenblätter aß ich persönlich zum ersten Mal und konnte kaum davon ablassen, so gut schmeckten sie.</p>
<p>Einige weitere Wildkräuter, allen voran <a href="http://iknews.de/2012/03/30/schatze-der-natur-xxiv-lowenzahn/" target="_blank">Löwenzahn</a>, aber auch <a href="http://iknews.de/2012/04/13/schatze-der-natur-xxvi-wiesen-schaumkraut/" target="_blank">Wiesen-Schaumkraut</a>, Vogelmiere und <a href="http://iknews.de/2011/12/02/schatze-der-natur-xiv-wiesen-labkraut/" target="_blank">Wiesen-Labkraut</a> wurden gemeinsam gesammelt. Während des weiteren Vortrags von Frau Gieringer verarbeitete Dr. Strauß diese zu leckerem Wildkräuter-Quark und-Pesto.</p>
<p>Frau Gieringer sprach nun über die Grundrezepturen des Aufgusses (auch Tee oder Infus), des Abkochens (auch Dekokt oder Absud) und des Kaltwasserauszugs (auch Mazerat).</p>
<p>Hierbei stellt der Aufguss, bei dem die Pflanzenteile je nach Inhaltstoff mit entweder heißem oder kochendem Wasser übergossen werden, um anschließend ca. 5-10 min zu ziehen, die bekannteste und unkomplizierteste Zubereitungsform dar. Hierfür sind meistens die zarteren Pflanzenteile wie Blüten und Blätter geeignet. Für härtere Pflanzenteile, wie Wurzeln, Rinden oder Samen ist die Abkochung vorzuziehen. Hierbei findet die größte Keimreduzierung statt, jedoch gehen auch viele Inhaltsstoffe verloren. Für die Herstellung des sogenannten Dekokt werden die jeweiligen Pflanzenteile in kaltes Wasser gelegt, bis zum Sieden erhitzt, dann entweder wieder 5-10 min ziehen gelassen oder diese Zeit leicht weitergeköchelt. Im Anschluss wird abgeseiht. Beim Kaltwasserauszug werden die Pflanzenteile meist über Nacht oder für ein paar Stunden in kaltes Wasser eingelegt oder höchstens auf Trinkwärme erhitzt und danach ebenfalls abgeseiht. Ein Mazerat wird überwiegend aus Kieselsäure- oder Schleimdrogen hergestellt, wobei der Nachteil dieses Verfahrens in der hohen Keimbelastung und der Schimmelgefahr bei den Schleimdrogen zu sehen ist.</p>
<p>Leider schafften wir es nicht mehr, dies alles praktisch herzustellen oder nachzuvollziehen, jedoch soll das an den folgenden Seminarterminen nachgeholt werden. Im folgenden Beitrag wird es hierzu also hoffentlich noch weitere praktische Informationen geben.</p>
<p><a href="http://www.rasendereporterin.de" target="_blank">Julia Jentsch</a></p>
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